
Von Barbara Keel, Gründerin der UNIQUE Fachschule für Mode und Schnitt
“Ich habe doch genau die richtige Grösse genäht – warum sitzt das Kleid trotzdem nicht?”
Diese Frage höre ich im Unterricht immer wieder. Die Antwort ist meist ganz einfach: Das Problem liegt nicht am Nähen, sondern am Schnitt.
Fertigschnitte werden nach standardisierten Körpermassen entwickelt. Doch nur etwa jede fünfte Person entspricht diesen Normmassen. Kein Wunder also, dass Fertigschnitte oft nicht auf Anhieb passen.
Jeder Körper ist einzigartig. Unterschiede bei Schultern, Taille, Hüfte, Oberweite oder Körperlänge sind völlig normal. Deshalb entstehen häufig Falten, ziehende Ärmel oder eine Passform, die einfach nicht stimmt – obwohl sauber genäht wurde.
In unseren Kursen beginnen wir deshalb nicht mit einem Modell, sondern mit deinen Körpermassen. Daraus entwickeln wir einen persönlichen Grundschnitt, der genau zu deinem Körper passt.
Dieser bildet die Grundlage für unzählige Modelle – von der Bluse über das Kleid bis zur Jacke. Passformkorrekturen werden verständlich und das Nähen macht plötzlich viel mehr Freude.
Wer einmal verstanden hat, wie ein Schnitt aufgebaut ist, betrachtet Kleidung mit ganz anderen Augen. Du erkennst, warum etwas nicht passt und wie du es gezielt verändern kannst.
Einer der schönsten Sätze, den ich immer wieder höre, ist:
“Jetzt verstehe ich endlich, warum mir bisher nie etwas richtig gepasst hat.”
Genau darum geht es. Nicht möglichst viele Fertigschnitte zu sammeln, sondern Kleidung zu nähen, die wirklich passt – weil der Schnitt zu dir passt.
Möchtest du lernen, deine eigenen Schnittmuster zu zeichnen? An der UNIQUE Fachschule für Mode und Schnitt begleite ich dich Schritt für Schritt auf diesem Weg – persönlich & praxisnah.
Barbara Keel 23. Juli 2026
Kategorie: : Gut zu wissen
Schlagwörter: Fertigschnitte, Schnittmuster zeichnen